Reinald Schumann, Jahrgang 1931, kam schon sehr frühzeitig mit dem Motorsport in Berührung, sowohl beruflich als auch privat. Schon als Jugendlicher besuchte er zahlreiche Motorsport-Veranstaltungen. Nach Tätigkeiten bei verschiedenen Firmen, u.a. den Borgward-Werken in Bremen und dem Volkswagenwerk in Wolfsburg, studierte er an der Technischen Universität Braunschweig Maschinenbau mit den Fachrichtungen Fahrzeugbau sowie Kolben- und Strömungsmaschinen. Von 1958 bis 1964 war er als als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Deutschen Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DFLR) in Braunschweig tätig, wechselte dann nach Stuttgart zur Versuchs- und Rennabteilung des Kreidler-Fahrzeugbaus, und übernahm 1969 die Chefredaktion der Fachzeitschrift "antriebstechnik" in Mainz, die er bis zu seinem Übertritt in den Ruhestand mit Ende des Jahres 1994 innehatte. In dieser Zeit und danach ist er mit zahlreichen Veröffentlichungen sowohl auf dem Gebiet der Antriebstechnik als auch des Motorsports an die Öffentlichkeit getreten, u. a. mit Büchern über den Automobilsport 1945 - 1955 sowie der kürzlich erschienenen Biografie von H. P.Müller.

Motorrad-Straßenrennsport 1946-1950 Reinald Schumann

Reihe »Deutscher Straßenrennsport nach der Stunde Null«

Eine wirklich umfassende Geschichte des deutschen Motorsports ist noch nie geschrieben worden, daher hat es über zehn Jahre gedauert, bis Reinald Schumann dieses außergewöhnliche Vorhaben erfolgreich abschließen konnte. Dank seines umfangreichen privaten Archivs und der tatkräftigen Hilfe ehemaliger Motorsportler, Behörden, Archiven und Zeitungsverlagen gelang es ihm, einen nahezu lückenlosen Überblick über den deutschen Motorrad-Straßen-Rennsport von 1946 bis 1950 zusammenszustellen. »Deutscher Motorrad-Straßen-Rennsport 1946-1950« beschränkt sich dabei nicht allein auf die Veranstaltungen in den damaligen Westzonen bzw. der Bundesrepublik, sondern erfasst auch die Rennen in der damaligen Besatzungszone bzw. der späteren DDR.
Die reiche Bebilderung zeigt eine Menge bisher unveröffentlichter Fotos und höchst eindrucksvolle Bilder, die einem das dramatische Geschehen noch heute deutlich werden lassen.
Es werden die Jahre von 1946 bis einschließlich 1950 behandelt, also genau die Zeit, in der noch mit Kompressormaschinen gefahren werden durfte. Ab 1951 waren auch die deutschen Motorradfahrer wieder international zugelassen und mussten sich folglich den hier gültigen Vorschriften beugen, die keine Kompressoren mehr zuließen. Diese Zeit der Rennen mit Saugmotoren wird in einem weiteren Band beschrieben, dessen Fertigstellung bereits weit fortgeschritten ist und in absehbarer Zeit bei uns im Verlag erscheinen darf.

Der vorliegende Band ist unser Auftakt für die neue Reihe »Deutscher Straßenrennsport nach der Stunde Null« und wird selbstverständlich auch auch die lang erwartete Neuauflage von »Motorsport in Deutschland 1945 bis 1955« in stark überarbeiteter Version als »Deutscher Automobil-Rennsport 1946-955« in nunmehr lückenloser Darstellung der genannten Rennen inklusive der damaligen DDR und mit vielen weiteren und bisher unveröffentlichten Bildern umfassen.

Format 21 x 26 cm, gebunden